Erdbeeren. Der Geschmack von Erdbeeren, ruft so viele Erinnerungen auf. Als ich klein war und Erdbeer-Zeit war, hat mir meine Mama immer welche gemacht. Dann saß ich oben auf dem Balkon, die Sonne schien, es war heiß und ich aß meine gezuckerten Erdbeeren. Oft hab ich mir eine "Burg" gebaut, damit ich etwas Schatten hatte. Selbst wenn ich alleine war, habe ich es genossen. Ich saß einfach nur da und hab Erdbeeren gegessen.. Immer wenn ich Erdbeeren esse, muss ich daran denken. Es macht mich traurig. So verdammt traurig.
Und die Sonne. Das lachen der Kinder draußen. Die Wärme. Einfach alles was zum Sommer gehört. Ganz ganz früher liebte ich den Sommer. Er war für mich das tollste im Jahr. Mit meinen Freunden spielen, ins Schwimmbad gehen, es war lange hell. Ich hab all das geliebt.
Doch es hat sich alles geändert, natürlich nicht urplötzlich. Immer und immer mehr. Ich ging nicht mehr so gerne raus, besonders im Sommer nicht. Ich wollte diese kurzen Sachen nicht mehr tragen, erst jetzt realisiere ich das es damals schon angefangen hat. Ich wollte nicht mehr schwimmen gehen, ich wollte keinen Bikini anziehen. Ich hasste diese Hitze. Ich habe angefangen den Sommer zu hassen.
Es könnte alles anders sein. Ich könnte kurze T-shirts tragen, ich könnte alles anziehen und mich nicht dafür schämen. Niemand sieht es und ich glaube niemand versteht es. Niemand sieht mich so, wie ich mich sehe. Und meine Freunde wollen mich anscheinend damit beschützen, wenn diese schon auswenig gelernten Sätze kommen.
»Du siehst nicht fett aus!«
»Auf dem Bild siehst du sogar Dünn aus«
»Du bist nicht hässlich«
»Du siehst immer hübsch aus«
Ich hab es so satt. Anstatt das sie mir mal die Wahrheit sagen. Sie sollen aufhören mich anzulügen. Ich kann das nicht mehr aushalten. Ich wünschte sie würden alle mal die Wahrheit sagen! Ich wünschte sie würden einfach mal sagen
»Ein bisschen abnehmen würde ja nicht schaden«
Stattdessen höre ich nur flüchtige Gedanken, von Leuten die mich aber nicht interessieren. Mal da ein »Schwabbel!« oder ein »Ich bin dünner als du, also!« aber das kommt immer von Leuten die mich nicht beeinflussen können. Diese Sätze gehen natürlich nicht einfach so an mir vorbei, klar motivieren sie mich auch. Für 5min. Bis ich wieder alleine bin. Bis wieder in dieses Frustfressen rein gerate.
Ich will nicht mehr Eifersüchtig auf meine Beste Freundin sein, möchte nicht so von ihr denken. Ich möchte sie als meine Beste Freundin sehen und nicht anders. Wenn ich neben ihr stehe, komme ich mir vor wie ein Wal. Ohne zu übertreiben, so fühle ich mich wirklich. Fuck. Und jedes mal nehme ich mir vor, wieder abzunehmen. Jedes mal nehme ich mir vor, neu anzufangen. Und jedes mal scheitere ich.
An dem Punkt angekommen, wünsche ich mich zurück in die Klinik. In der Klinik war alles gut, zumindestens meistens bzw am Anfang. Ich konnte nicht einfach so in die Küche gehen und mich vollfressen. Und ich nahm ab. Kilo für Kilo. Es war nicht viel, aber selbst V. hat es bemerkt. Sie sagte sie macht sich sorgen. Wow, dieses Gefühl war unbeschreiblich toll. Und für solche Gedanken würde ich mir am liebsten eine Scheuern. Doch ich kann nichts dagegen tun.
Ich wünsche mir einfach so sehr, in den Spiegel gucken zu können ohne das Monster in mir zusehen. Ich möchte mein ganzes Fett nicht mehr sehen, mittlerweile sehe ich aus als wäre ich Schwangern. Mein Bauch ist so aufgebläht und vollgepumpt mich essen, dass es einfach so aussieht. Und es tut weh, es tut weh mich selber so zusehen. Doch meine Freunde sagen nichts. Sehen sie nicht wie ich fetter werde? Oder wollen sie mich einfach nicht verletzen, weil sie genau wissen wie ich reagieren würde wenn sie mir so etwas sagen würden? Ich weiß es nicht.
Ich kriege es einfach nicht auf die Reihe. Ich komme nicht mit meinem Körper klar. Und meine Narben machen es noch schwerer. Es ist meine eigene Schuld, meine Schuld das ich diese Narben mit mir rum tragen muss. Selbst wenn ich meinen Körper ändere, selbst wenn ich meine überflüssigen 20kg abnehmen würde, diese Narben würden bleiben. Sie werden da sein, für immer. Und ich kann rein gar nichts dagegen tun.
Damals, als ich das erste und zweite mal in der Klinik war, fragten sie mich warum ich mich umbringen will. Ich sagte ihnen, dass ich es nicht weiß. Denn wie bitte hätte ich es ihnen erklären sollen? »Ich komme nicht mit meinem Körper klar. Ich will nur aus meinem Körper raus. Möchte dieses Fett nicht mehr spüren. Denn egal was ich mache, ich spüre es. Ich spüre meinen Körper und gleichzeitig all das Fett. Ob ich schlafe, in der Schule bin oder bei Freunden. Ich schäme mich. Ich will sterben, weil ich es nicht hinbekomme. Ich hab mich verloren. Im Essen. Und ich will daraus, koste es was es wolle.«
Und im Moment will ich mehr sterben, als vorher.
Ich hab an Gewicht zugenommen, Höchstgewicht. Ich bin in der Schule alleine, V. hat gesagt das sie wieder was mit mir machen will, sie sagte das sie wieder zu mir zurück kommt. Doch ich glaube nicht daran. Sie ist gegangen und ich glauben nicht daran das sie zurück kommt. Ich will sterben, aber es gibt Dinge die halten mich hier. Es sind absurde Dinge und ich weiß nicht ob ich glücklich oder traurig darüber sein soll, dass es sie gibt.
Seiten
Gewicht
168cm - 65() 64() 63() 62() 61() 60() 59() 58() 57() 56() 55(x) 54() 53() 52() 51() 50() 49() 48()
8. März 2014
23. Februar 2014
Zwischen »Ich will was werden« und »Sterben«.
Ich weiß nicht was ich schreiben soll..
Es passiert so viel und doch so wenig. Manchmal sind Kleinigkeiten für mich wichtig, doch dann bin ich mir dessen nicht Bewusst.
Ich wusste nicht wie viel es mir bedeutet hat, das V. jeden Tag zur Bushaltestelle kam, bis sie es nicht mehr getan hat.
Das ist nur eine Sache von vielen, die mir klar werden. Ich sehe so vieles als Selbstverständlich an.
Ich sehe es als Selbstverständlich an das ich mich so mit dem essen quäle, aus dem ganz einfachen Grund das ich es anders gar nicht mehr kenne. Ich sehe es als Selbstverständlich an, wenn ich mir weh tue oder wenn mir andere weh tun, aus dem ganz einfachen Grund das ich es anders gar nicht mehr kenne.
Diese Erkenntnis... breitet in mir ein unwohles Gefühl aus.
Ich bin dabei alles zu verlieren, ich kann nichts mehr festhalten. Alles entgleitet mir. Meine Freunde, meine Familie.
Außer L.
Es ist unglaublich, was für ein atemberaubender Mensch sie ist. Sie bringt mich zum Lächeln, selbst dann wenn ich nicht will. Sie ist für mich da, obwohl sie viele schlimme Dinge von mir weiß. Sie ist da und nimmt mich so wie ich bin. Sie will mich nicht verändern. Sie ist perfekt. Und trotzdem, steckt sie selbst so tief in der scheiße drinnen. Es tut weh zu wissen das so ein wundervoller Mensch, solche Probleme hat. Ich wünschte ich könnte ihr helfen, ich wünschte ich könnte ihr, ihre Probleme nehmen. Ich würde sie für sie nehmen. Sie soll solch eine Last nicht tragen müssen. Sie ist es wert, glücklich zu sein.
Vielleicht kommt sie nächstes Wochenende zu mir. Ich habe riesen Vorfreude, wie ein Kleinkind. Leider wissen wir noch nicht ob das klappt. Aber immerhin wissen wir, dass wenn es dieses Wochenende nicht klappt, dass sie dann danach kommt.
Obwohl es nächstes Wochenende perfekt wäre. Karneval. Wow, was würde ich dafür geben, dass sie dann bei mir ist.
Es passiert so viel und doch so wenig. Manchmal sind Kleinigkeiten für mich wichtig, doch dann bin ich mir dessen nicht Bewusst.
Ich wusste nicht wie viel es mir bedeutet hat, das V. jeden Tag zur Bushaltestelle kam, bis sie es nicht mehr getan hat.
Das ist nur eine Sache von vielen, die mir klar werden. Ich sehe so vieles als Selbstverständlich an.
Ich sehe es als Selbstverständlich an das ich mich so mit dem essen quäle, aus dem ganz einfachen Grund das ich es anders gar nicht mehr kenne. Ich sehe es als Selbstverständlich an, wenn ich mir weh tue oder wenn mir andere weh tun, aus dem ganz einfachen Grund das ich es anders gar nicht mehr kenne.
Diese Erkenntnis... breitet in mir ein unwohles Gefühl aus.
Ich bin dabei alles zu verlieren, ich kann nichts mehr festhalten. Alles entgleitet mir. Meine Freunde, meine Familie.
Außer L.
Es ist unglaublich, was für ein atemberaubender Mensch sie ist. Sie bringt mich zum Lächeln, selbst dann wenn ich nicht will. Sie ist für mich da, obwohl sie viele schlimme Dinge von mir weiß. Sie ist da und nimmt mich so wie ich bin. Sie will mich nicht verändern. Sie ist perfekt. Und trotzdem, steckt sie selbst so tief in der scheiße drinnen. Es tut weh zu wissen das so ein wundervoller Mensch, solche Probleme hat. Ich wünschte ich könnte ihr helfen, ich wünschte ich könnte ihr, ihre Probleme nehmen. Ich würde sie für sie nehmen. Sie soll solch eine Last nicht tragen müssen. Sie ist es wert, glücklich zu sein.
Vielleicht kommt sie nächstes Wochenende zu mir. Ich habe riesen Vorfreude, wie ein Kleinkind. Leider wissen wir noch nicht ob das klappt. Aber immerhin wissen wir, dass wenn es dieses Wochenende nicht klappt, dass sie dann danach kommt.
Obwohl es nächstes Wochenende perfekt wäre. Karneval. Wow, was würde ich dafür geben, dass sie dann bei mir ist.
20. Februar 2014
Stimmung? Am arsch, wie immer.
Seit Heute bin ich wieder Zuhause. Ganz und richtig.
Das Gefühl als ich entlassen wurde, war unbeschreiblich.
Eigentlich müsste es mir besser gehen.
Eigentlich müsste alles anders sein.
Aber so ist es nicht. Alles wie vorher. Gar nichts hat sich verändert. Weder bei mir, noch Zuhause.
Na ja, ich wusste auch schon vorher, dass wenn ich nach Hause komme das sich nichts verändert hat.
Ich fühle mich genauso wie vorher. Vielleicht sogar schlechter..
Ich weiß nicht warum, aber es ist so.
Ich bin sauer.
Sauer auf mich. Sauer auf meine Eltern. Sauer auf die Klinik.
Ich bin auf jeden und alles sauer.
Warum? Weil mich das alles immer noch ankotzt!
Dann kriege ich meine EC karte nicht wieder-.- Ich könnte ja wieder abhauen.. Da hab ich mir auch gedacht: "Mama, wenn ich abhauen wollte, glaub mir dann schaff ich das auch ohne Karte."
Und.. ach alles. Einfach alles.
Boha. Ich weiß nicht warum ich gerade so eine abgefuckte Stimmung habe, aber am liebsten würde ich jemand jetzt richtig zusammen kaken. Brrrr!
Das Gefühl als ich entlassen wurde, war unbeschreiblich.
Eigentlich müsste es mir besser gehen.
Eigentlich müsste alles anders sein.
Aber so ist es nicht. Alles wie vorher. Gar nichts hat sich verändert. Weder bei mir, noch Zuhause.
Na ja, ich wusste auch schon vorher, dass wenn ich nach Hause komme das sich nichts verändert hat.
Ich fühle mich genauso wie vorher. Vielleicht sogar schlechter..
Ich weiß nicht warum, aber es ist so.
Ich bin sauer.
Sauer auf mich. Sauer auf meine Eltern. Sauer auf die Klinik.
Ich bin auf jeden und alles sauer.
Warum? Weil mich das alles immer noch ankotzt!
Dann kriege ich meine EC karte nicht wieder-.- Ich könnte ja wieder abhauen.. Da hab ich mir auch gedacht: "Mama, wenn ich abhauen wollte, glaub mir dann schaff ich das auch ohne Karte."
Und.. ach alles. Einfach alles.
Boha. Ich weiß nicht warum ich gerade so eine abgefuckte Stimmung habe, aber am liebsten würde ich jemand jetzt richtig zusammen kaken. Brrrr!
16. Februar 2014
In jeder Ecke, ein neues Problem.
Ich weiß nicht wie ich mich fühlen soll..
Weiß nicht ob ich traurig bin, sauer, eifersüchtig..
Jetzt hab ich auch noch Stress mit V. Super..
Das macht mich echt kaputt..
Na ja, ich wusste das ich sie alleine gelassen habe.. und ich wusste auch vorher, dass wenn ich wieder komme, dass nichts wie vorher ist. Doch trotzdem hab ich daran festgehalten. Aber gestern ist alles raus geplatzt. V. hat mir gesagt, dass es meine Schuld ist das wir uns jetzt so fremd wären, dass ich sie alleine gelassen habe und das sie sich sorgen gemacht hat und total traurig war.. Erst schiebt sie mir die ganze Schuld in die Schuhe, dann ist sie alles schuld, dann entschuldigt sie sich.. dann wieder ich und so weiter.. ich weiß nicht was ich davon halten soll, aber was ich weiß ist, dass wenn V. sich auch noch von mir abschottet das ich dann wirklich am ende bin.
Gestern hat A. bei mir geschlafen. Wir haben gegessen. Ich und Sie. Und doch trotz allem hab ich immer noch kein gutes Gefühl. Ich weiß auch bei ihr nicht was ich tun soll, weil es selbst mir peinlich ist über dieses Thema zu reden. Wie peinlich muss es ihr dann erst sein? Also hab ich einfach angst etwas falsches zu machen/zu sagen. Shit!
Ich mach mir sorgen. Sie ist dünn.
Ich bin eifersüchtig. Sie ist dünn.
Kann ich das nicht mal abschalten? Hallo?! Das ist meine Beste Freundin da und kein fremdes Mädchen das hungert.
Ich weiß das selbst ich das anstrebe. Ich bin in vielerlei hinsichten wie sie. Nur das ich eingesehen habe das, dass nicht gut ist und ich trotzdem nichts dagegen tun kann. Und sie noch in dieser Traumwelt steckt..
Ach man, überall Probleme.
Ich fühle mich so am ende.
Weiß nicht ob ich traurig bin, sauer, eifersüchtig..
Jetzt hab ich auch noch Stress mit V. Super..
Das macht mich echt kaputt..
Na ja, ich wusste das ich sie alleine gelassen habe.. und ich wusste auch vorher, dass wenn ich wieder komme, dass nichts wie vorher ist. Doch trotzdem hab ich daran festgehalten. Aber gestern ist alles raus geplatzt. V. hat mir gesagt, dass es meine Schuld ist das wir uns jetzt so fremd wären, dass ich sie alleine gelassen habe und das sie sich sorgen gemacht hat und total traurig war.. Erst schiebt sie mir die ganze Schuld in die Schuhe, dann ist sie alles schuld, dann entschuldigt sie sich.. dann wieder ich und so weiter.. ich weiß nicht was ich davon halten soll, aber was ich weiß ist, dass wenn V. sich auch noch von mir abschottet das ich dann wirklich am ende bin.
Gestern hat A. bei mir geschlafen. Wir haben gegessen. Ich und Sie. Und doch trotz allem hab ich immer noch kein gutes Gefühl. Ich weiß auch bei ihr nicht was ich tun soll, weil es selbst mir peinlich ist über dieses Thema zu reden. Wie peinlich muss es ihr dann erst sein? Also hab ich einfach angst etwas falsches zu machen/zu sagen. Shit!
Ich mach mir sorgen. Sie ist dünn.
Ich bin eifersüchtig. Sie ist dünn.
Kann ich das nicht mal abschalten? Hallo?! Das ist meine Beste Freundin da und kein fremdes Mädchen das hungert.
Ich weiß das selbst ich das anstrebe. Ich bin in vielerlei hinsichten wie sie. Nur das ich eingesehen habe das, dass nicht gut ist und ich trotzdem nichts dagegen tun kann. Und sie noch in dieser Traumwelt steckt..
Ach man, überall Probleme.
Ich fühle mich so am ende.
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- Snow
- “Kotzt und hungert und ritzt und sauft, weil ihr all das nicht mehr fühlen wollt. Kotzt und hungert und ritzt und sauft, weil ihr was zum Betäuben braucht, und es funktioniert. Eine Zeit lang. Aber dann wird das Betäubungsmittel zur Droge, und dann ist es auch schon zu spät, weil ihr euch das Gift inzwischen spritzt, direkt in eure Seelen.” -Wintermädchen